Klinik für Allgemeine Augenheilkunde des Zentrums für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Kinderaugenheilkunde und Schielbehandlung


Korrektur angeborener und erworbener Lidfehlstellungen

Ptosisoperationen

Bei der Ptosis handelt es sich um eine Lidheberschwäche, die mit einer Verdeckung der Pupille einhergehen kann. Man unterscheidet eine angeborene Ptosis (Ptosis congenita) von einer erworbenen Ptosis. Hierbei kommt es häufig durch eine Fehlbildung oder fehlende Ausbildung des für das Heben des oberen Augenlides zuständigen Muskels (Muskel levator palpeprae) zu einer Ptosis. Diese kann erblich bedingt sein und ist häufig einseitig. Es gibt aber auch die traumatische Ptosis, die lähmungsbedingte Ptosis, eine senile Ptosis, eine Ptosis im Rahmen von Muskelerkrankungen  (z. B. Myasthenia gravis) oder eine Ptosis durch Schädigung der sympathischen Fasern (Horner- Syndrom). Nach Abklärung und Beseitigung eventueller Primärursachen ist eine chirurgische Korrektur der Ptosis in den meisten Fällen möglich. Es werden alle gängigen Verfahren der Ptosischirugie angeboten (Levatorresektion, Levatorfaltung, Levatorreinsertion sowie die Frontalissuspension). Eine Überdosierung ist zu vermeiden, damit der Lidschluss postoperativ noch gewährleistet ist, da es sonst zu einem Austrocknen der Hornhaut kommen könnte. Von der echten Ptosis ist die sogenannte Pseudoptosisstellung abzugrenzen. Unter einer Pseudoptosis versteht man Störungen der Lidhebung, die z. B. aufgrund eines Tumors, einer Fehlstellung des Augapfels oder einer Entzündung entstehen könnten.


Blepharoplastiken der Ober - und Unterlider

Unter einer Blepharoplastik versteht man den chirurgischen Eingriff zur Reduktion der überschüssigen Haut und des überschüssigen Unterhautgewebes bei einer Dermato- oder Blepharochalasis. Bei der Dermatochalasis kommt es zur zunehmenden Erschlaffung der Lidhaut und des subkutanen Gewebes der Ober- und Unterlider. Bei der Operation wird die überschüssige Haut und das Unterhautgewebe entfernt. Es wird eine Lidfurche rekonstruiert ohne eine Überkorrektur mit fehlendem Lidschluss zu verursachen. Ziel der Operation ist es die überschüssige Haut zu entfernen und eine anatomische Lidfurche wiederherzustellen. Die Blepharochalasis ist eigentlich reserviert für eine seltene, bei jungen Patienten auch akut und wiederholt auftretende Augenlidschwellung. Die Dermatochalasis ist der Oberbegriff für die senile Oberlidveränderung, die bei Auftritt im mittleren Lebensalter häufig eine familiäre Disposition zu Grunde hat. Es werden alle gängigen Operationsverfahren inklusive Fettresektion und Wiederherstellung der Lidfurche mit Beseitigung praeoperativ bestehender Asymmetrien der Ober- und Unterlider angeboten.


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