Behandlung der Altersbedingten Makuladegeneration mit der Rheopherese

Wissenschaftliche Studien und klinische Erfahrung belegen die Wirksamkeit

Die Rheopherese ist ein Verfahren zur Blutreinigung, welches speziell zur Behandlung von Durchblutungsstörungen kleinster Gefäße entwickelt wurde. Vereinfacht formuliert besteht bei der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration eine solche Durchblutungsstörung der Netzhaut, die mit Hilfe der Rheopherese nachhaltig verbessert werden kann. Dies konnte In ersten wissenschaftlich belegten klinischen Studien nachgewiesen werden. So zeigte sich, dass bereits 8-10 Rheopheresebehandlungen über einen Zeitraum von 10-21 Wochen den natürlichen Verlauf der trockenen Makuladegeneration -bis hin zu einer andauernden Verbesserung des Sehvermögens- günstig beeinflussen können.

Nicht alle Patienten können Erfolg versprechend behandelt werden

Die bisherigen Forschungsergebnisse und weitreichende Erfahrungen aus der klinischen Praxis lassen erkennen, dass bestimmte frühe Formen der Makuladegeneration besonders gut auf das Behandlungsverfahren ansprechen, während sich andere Patientengruppen nicht zur Therapie mit der Rheopherese eigenen.

Ambulante Behandlung im Rahmen des Frankfurter Modells

Die Besonderheit des neuen Verfahrens liegt darin, dass die "Blutreinigung" mit einer speziellen Apparatur außerhalb des Körpers durchgeführt wird. Nachdem der Augenarzt bei Ihnen festgestellt hat, dass die Chancen für eine Behandlung der trockenen Makuladegeneration mit dem neuen Verfahren aussichtsreich sein könnten, nimmt dieser Kontakt mit einem Spezialisten für Blutreinigung auf, der die Rheopheresebehandlung dann vornimmt. In der Regel handelt es sich dabei um einen Nephrologen.

Das Zentrum der Augenheilkunde der Universität Frankfurt arbeitet zu diesem Zweck mit dem sogen. Apheresezentrum im Maingau Krankenhaus zusammen. Besonderheiten des "Frankfurter Modells" sind die interdisziplinäre Kooperation und ein begleitendes Qualitätsmanagement, in das sowohl die Augenärzte als auch die Apheresezentren eingebunden sind. Federführend ist das Apherese Forschungsinstitut in Köln.

Die Indikationsstellung erfolgt durch den Augenarzt, anschließend stellt sich der Patient im Apheresezentrum zur internistischen Eingangsuntersuchung vor und wird dort über die Rheopherese aufgeklärt. Liegen keine Gründe vor, die gegen eine Behandlung sprechen, erfolgt die erste Serie von 8 Einzelbehandlungen über einen Zeitraum von 10-13 Wochen. Anschließend führt der Augenarzt eine Kontrolluntersuchung durch. In 3-6-monatigen Abständen sollte dann eine augenärztliche Verlaufsuntersuchung erfolgen, und ggf. die Indikation zur Wiederholungsbehandlung mit einer oder mehreren Rheopheresen nach individueller Erfordernis jährlich überprüft werden.

Die Rheopherese wird ambulant durchgeführt und dauert ca. 3 Stunden in denen das Blut kontinuierlich gefiltert wird. Diese Zeit verbringt der Patient in einer bequemen Behandlungsliege. Wie bei der Blutspende erfolgt der Gefäßzugang durch periphere Venen. Dabei werden zunächst bestimmte Eiweiß-Bestandteile aus dem Blut herausgefiltert. Das aufbereitete Blutplasma wird anschließend mit den Blutzellen wieder zusammengeführt und zurück in den Blutkreislauf des Patienten gegeben. Die Rheopherese bewirkt eine sofortige Verbesserung der Blutfließeigenschaften des Blutes. Durch die wiederholte Behandlung kann es zu einer nachhaltigen Erholung der Gewebefunktion kommen.

Netzhaut / Glaskörper

Leiter:

Prof. Dr. F. Koch

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