Tränenwegschirurgie

In der Tränenwegschirurgie haben sich insbesondere in den letzten Jahren viele Neuerungen durchgesetzt. Mit der in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuroradiologie durchgeführten Subtraktionsangiographie werden bereits die Stenosen herausgefiltert, die bevorzugt mit einer Ballondilatation der ableitenden Tränenwege (Aufdehnen des Tränenkanals mit einem Ballonkatheter) behandelt werden können. Mit der Dacryoendoskopie kann die präoperative Indikationsstellung präzisiert und damit die operative Vorgehensweise optimiert werden. Saccusstenosen im Erwachsenenalter werden mit der modifizierten Dacryocystorhinostomia externa mit Schaffung eines neuen Knochenkanalsvon außen oder bei weiteren Pathologien im Nasenbereich in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde endonasal versorgt; auch hier wird eine prophylaktische Intubation bicanaliculär oder mit einem Monoka (monokanalikuläre Intubation = ein Schenkel) vorgenommen.

Minimalinvasive endoskopische Tränenwegchirurgie

In den letzten Jahren folgt auch die Therapie von Tränenweg-Erkrankungen dem Trend minimalinvasiver Eingriffe. Über ein Endoskop mit kleiner Kamera, das in die Tränenwege eingeführt wird, wird ein Einblick der Tränenwege von innen ermöglicht – eine neue Dimension in der Darstellung der Tränenwege. Dies erleichtert und optimiert die diagnostische Einordnung von Tränenwegerkrankungen und präzisiert die Indikationsstellung. Im gleichen Eingriff kann nach der endoskopischen Diagnostik über einen Arbeitskanal wahlweise ein kleiner Bohrer (Mikrodrill) oder die Faser eines Diodenlasers eingeführt werden. Die Mikrodrill- oder Laser-Dakryoplastik ermöglicht die unmittelbare Behandlung von Engstellen oder Verschlüssen der Tränenwege. Mithilfe des Lasers können auch kleinere Engstellen der oberen Tränenwege (Lasercanaliculoplastik) schonend behandelt werden, ohne den restlichen Tränenwegapparat unnötig zu belasten. Auch kann in bestimmten Fällen eine knöcherne Rekonstruktion der Tränenwege mithilfe des Lasers (Laser-DCR) sinnvoll sein. Die minimalinvasiven Verfahren ersetzen die bewährte Techniken nicht, stellen aber eine sinnvolle Ergänzung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten dar und können unseren Patienten oft größere Eingriff ersparen oder diese hinauszögern.

Tränenwegsstenose bei Kindern

Bei Kindern wird bei der Erstsondierung möglichst auf eine Intubationsnarkose (zwischen 3. und 6. Lebensmonat) verzichtet; ab dem 10. Lebensmonat wird neben der Sondierung und Spülung in der Regel eine bicanaliculäre Intubation als Schienung in Vollnarkose durchgeführt.

Bei Versagen der konservativen Therapie mit Tränenwegsmassage, lokaler Antibiose und abschwellenden Nasentropfen kann bei entsprechender Indikationsstellung die Sondierung direkt ambulant durchgeführt werden.

Plastische Lidchirurgie

Direktor:

Prof. Dr. T. Kohnen

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