Glaukom / Grüner Star

Was ist ein Glaukom und wie stellt man es fest?

Die Gruppe der Glaukome umfasst Erkrankungen, die im Verlauf des Lebens zu einer Schädigung von Nervenzellen der Netzhaut und des Sehnerven führen. In der Frühphase der Erkrankung sind für den Patienten keinerlei Warnsymptome erkennbar. Schreitet die Erkrankung weiter fort, hat dies oft Ausfälle im Gesichtsfeld und unwiederbringlichen Sehverlust zur Folge.

Unerkannt und ohne rechtzeitige therapeutische Maßnahmen können diese Glaukomerkrankungen zu einer langsam fortschreitenden, schmerzlosen Erblindung führen. Rein äußerlich ist ein Glaukomauge nicht von einem gesunden Organ zu unterscheiden. Auch in den hochentwickelten Industrieländern bleibt auch heute noch etwa die Hälfte der Glaukome unentdeckt.

Die Erkrankung durchläuft mehrere Stadien, wobei erhebliche Schädigungen der Nervenfasern erst in den fortgeschrittenen Stadien relativ spät als Verschlechterung des Sehvermögens von den betroffenen Menschen bemerkt werden. Leider lassen sich diese bereits eingetretenen Funktionsausfälle und Gesichtsfeld-beeinträchtigungen nicht wieder rückgängig machen. Eine individuell abgestimmte Therapie in Form von Augentropfen oder die Anwendung von Laserstrahlen oder Operativen Eingriffen können vielmals eine Befundstabilisierung erreichen oder das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Entscheidend ist eine frühzeitige Diagnosestellung unter Einsatz moderner Untersuchungsverfahren, welche im Verlauf bereits vor einem erlebten Sehverlust bereits die Weichen für eine gezielte Therapie stellen können.

Wir bieten Ihnen in unserer Glaukomsprechstunde neben der klinischen Untersuchung und Mitbeurteilung Ihrer Vorbefunde durch operativ erfahrene Experten ein breites Spektrum an modernen Diagnoseverfahren an, um individuell ein Therapiekonzept zu erstellen.

Die operative Behandlung von Glaukomerkrankungen kann neben bereits etablierten mikrochirurgischen Verfahren seit einigen Monaten auch mit dem Einsatz von Mikrostent-Implantaten erfolgen. Dabei werden zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses entweder Titanimplantate in den Schlemm-schen Kanal eingesetzt oder das Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer direkt unter die Bindehaut ausgeleitet. Es entsteht wie bei herkömmlichen Glaukomoperationen ein sogenanntes Filterkissen zur Regulation des erhöhten Augendruckes. Bei diesen Operationstechniken werden keine störenden Fäden eingesetzt oder Narben erzeugt und weitere operative Maßnahmen sind auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Auch die herkömmlichen operativen Therapieansätze werden individuell angepasst und die entsprechende Operation kann gemäß der Vorgabe „kleinster Eingriff mit maximalem Erfolg“ durchgeführt werden.

Verfahren

Es kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

Implantate:

Glaukom (Grüner Star)

Direktor


Univ.-Prof. Dr. med. T. Kohnen

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